Silberreiher, Neuntöter oder Rotrückenwürger, Löffler, Flussregenpfeifer und Eisvogel (von links) sind nur einige der seltenen Vogelarten, die im Europareservat Unterer Inn beobachtet werden können.

Am unteren Inn wurden bereits über 300 Vogelarten, davon mehr als 130 Brutvögel beobachtet.
Über 40 Arten stehen in den roten Listen Bayerns bzw. Deutschlands. Die Stauseen am unteren Inn stellen ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel dar. Auf ihrer herbstlichen Reise von ihren nördlichen Brutgebieten in die Überwinterungsgebiete im Mittelmeerraum bis Afrika (im Frühjahr umgekehrt) machen die Weitstreckenzieher Rast und nutzen die nahrungsreichen Sandbänke der Innstauseen.
Mehr als ein Duzend Entenarten kann man hier vor allem im zeitigen Frühjahr entdecken. Seeadler, Kormorane und die hochnordischen Schellenten nutzen die Innstauseen als Winterquartier.
Von den Inseln, aus den Auwäldern, aus Altwässern und Schilfröhricht tönt im Frühling ein phantastisches Vogelstimmenkonzert von Pirol, Blaukehlchen, Sumpfrohrsänger, Schlagschwirl, Beutelmeise und Rohrschwirl.
Im flachen Wasser jagen der schneeweiße Silberreiher, der Seidenreiher und der äußerst seltene Nachtreiher. Je nach Jahreszeit kreisen am Himmel Seeadler, Schwarzmilan, Rohrweihe oder Fischadler.
Die Auen und angrenzenden Wiesen und Äcker sind ein Paradies für Lachmöwen, den wachsamen Kiebitz, den Großen Brachvogel und den "fliegenden Edelstein", den Eisvogel.