Geschichte einer Flußlandschaft.
Von den Römern wurde der Inn AENUS, der Schäumende genannt. Noch bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts blieb er der ungebremste Alpenfluß mit seinem mäanderförmigen Verlauf und weit verzweigten Seitenarmen. Weil die ständige Veränderung der Ufer und häufige Überschwemmungen die Talfläche aber jeder Nutzung entzogen, wurde der Inn zur Landgewinnung und Hochwassersicherung begradigt und kanalisiert.
Die Auswirkungen zeigten sich bald: der Fluß tiefte sich ein, die Flußsohle erodierte und der Grundwasserspiegel sank. Auch den Auwäldern wurde die Lebensgrundlage entzogen.
Erst mit dem Ausbau der Wasserkraft, -in Ering wurde der Bau des Laufwasserkraftwerkes 1942 fertiggestellt,- endete die Sohleerosion. Auf das Grundwasser wirkte sich die gezielte Anhebung des Wasserstandes sogar stabilisierend aus. So konnten neue Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere entstehen.
Europareservat Unterer Inn:
1979 wurde dem weitgehend unberührten Naturschutzgebiet am unteren Inn, zwischen Salzachmündung bei der Ortschaft Haiming und 55 Kilometer flussabwärts bei Neuhaus/ Schärding, das Prädikat Europareservat verliehen.
Ramsar-Konvention:
1972 wurde in der iranischen Stadt Ramsar das Übereinkommen über Feuchtgebiete insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von internationaler Bedeutung unterzeichnet. Im Jahre 1976 trat Deutschland dieser Konvention bei und verpflichtete sich damit, seine Ramsargebiete zu schützen und zu erhalten.